Wie alles begann

MUKISA gibt es bereits seit April 2006. Gegründet von zwei Deutschen (Sonja Hagedorn und Alexandra Bücker), die selbst 7 Jahre in Uganda gelebt haben und einer ugandische Physiotherapeutin (Florence Namaganda).

 

Nach über drei Jahren Freiwilligendienst in einem Waisenhaus in Kampala haben sich Alexandra Bücker und Sonja Hagedorn (beide aus Ostbevern) Anfang des Jahres 2006  aus der Vollzeitarbeit im Sanyu Babies Waisenhaus herausgezogen und ein eigenes Projekt gestartet- die Mukisa Foundation.

 

 „Wir wussten schon lange, dass wir hier eines Tages etwas für Kinder mit Behinderungen aufbauen möchten, denn diese stehen ganz unten in der Gesellschaft. Es gibt keine Gesetze oder Rechtsansprüche  für sie. In Uganda gibt es unzählige Waisenhäuser, Straßenkinder-und Aids Hilfssprojekte doch wir konnten nur sehr schwer Einrichtungen  für Kinder mit Behinderungen aus findig machen.

Hinzu kommt, dass die Menschen oft stark durch Aberglauben beeinflusst sind, sich für ihre behinderten Kinder schämen und diese nicht selten versteckt werden. Frauen werden der Hexerei beschuldigt und in vielen Fällen von ihren Männern verlassen.“

 

MUKISA betreibt ein Frühförderungszentrum für Familien mit Kindern mit Behinderungen. Der Schwerpunkt  liegt  in der Betreuung, Beratung, Aufklärung und Schulung betroffener Familien, und dem Aufbau starker Familieneinheiten. Unser Zentrum ist ein schönes, gemütliches Wohnhaus mit Aktions-& Therapieräumen, sowie einem weitläufigen Garten mit genügend  Platz zum Lernen, Spielen & Relaxen.

 

Hier haben Eltern die Möglichkeit, Menschen zu treffen, die in der gleichen Situation sind und sich gegenseitig auszutauschen. Endlich einmal ernst genommen werden, Raum haben, über Probleme, Ängste und Gefühle zu sprechen, aber auch Neues zu lernen und vor allem zu sehen: ’’Ich bin nicht alleine!’’.

 

Das ugandisches Team besteht aus Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, einer Köchinnen, einer Krankenschwester, Sonderpädagogen, einer Sozialarbeiterin sowie einer Erzieherin und  vielen ehrenamtlichen Helfern aus dem In- und Ausland und einem Wachmann für die Nacht. Oft versuchen wir  betroffene Personen in unseren Arbeitsablauf zu integrieren.
Eltern kommen in Gruppen ein- bis zweimal die Woche zusammen mit ihrem Kind in unser Zentrum und erleben gemeinsam verschiedenste Therapieformen, wie beispielsweise Physiotherapie, Musik- &Spieltherapie. Die schöne Atmosphäre des Hauses, sowie der unermüdliche Einsatz unseres ugandischen Teams und die herzliche Gemeinschaft der Eltern und Kinder machen MUKISA zu einer wunderbaren Oase für jedermann und wohl einzigartig in Uganda.